„Tradition“ – gelebte Geschichte oder bloße Worthülse? | „1953 – Der Dresdner Fußball-Talk“ | 17. Sendung am Montag, den 24. April 2017

„19:53 – Der Dresdner Fußballtalk“ am 24. April live aus dem SchillerGarten!

Tradition versus Plastik, Fankultur versus Kommerz – die Schlagworte, entlang derer sich die Debatte um das Selbstverständnis von Klubs und Fanszenen im Fußball bewegt, werden oft polemisch verwendet, sind dabei aber alles andere als selbsterklärend.

Die Traditionspflege ist beim Traditionsverein Dynamo Dresden jahrzehntelang zu kurz gekommen. Welche Ursachen hatte das? Und wie sehr pflegt ein europäischer Riese wie Borussia Dortmund seine reiche Tradition? Was bedeutet Traditionspflege überhaupt, was kann sie leisten und an welche Grenzen stößt sie?

Das wird Thema sein in der 17. Ausgabe von „19:53 – Der Dresdner Fußballtalk“. Moderator Jens Umbreit freut sich auf aussagekräftige Podiumsgäste. Am Montag, dem 24. April, um 19.43 Uhr, live aus dem SchillerGarten.

 

 

 

Andreas Ritter (55)

ist seit 2010 Präsident der SGD, zuvor hatte er bereits das Amt des Vize-Präsidenten inne. Seit 2002 war er als Einsatzleiter des Sanitätsdiensts bei den Heimspielen der SGD dabei, 2003 ist er Dynamo als Mitglied beigetreten. Als Präsident erlebte der gebürtige Freitaler einen Anstieg der Mitgliederzahl von knapp 5.000 auf nunmehr 20.000 mit. Ritter repräsentiert die SGD nach außen und setzt sich auch dafür ein, dass sich der Verein abseits des Fußballplatzes vielfältig sozial engagiert. Hauptberuflich ist er Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Freital.

 


Marc-Mauricius Quambusch (47)

ist Filmemacher und BVB-Fan. Zusammen mit Jan-Henrik Gruszecki und Gregor Schnittker rief er das Projekt „Am Borsigplatz geboren – Franz Jacobi und die Wiege des BVB“ ins Leben. Das durch Crowdfunding finanzierte Werk erzählt erstmals filmisch die Gründungsgeschichte von Borussia Dortmund. Darüber hinaus war Quambusch u.a. Regisseur der ZDF-Doku-Serie „Verrückt nach Fußball“ und – gemeinsam mit Jan-Henrik Gruszecki – des WDR-Films „Die Fußballhauptstadt Buenos Aires“. Der Sprecher der Initiative „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ lebt in Hamburg und Dortmund.

 


(c) Daniel Shaked/ballesterer

Jakob Rosenberg (35)

geborener Wiener, ist Chefredakteur des österreichischen Fußballmagazins „ballesterer“. 2000 gegründet, erscheint das preisgekrönte Magazin zehnmal jährlich in Österreich, Deutschland und der Schweiz und bildet gewissermaßen das alpine Gegenstück zur hiesigen „11Freunde“. Berichtet wird vereinsübergreifend und international. 2011 veröffentlichte Rosenberg gemeinsam mit Georg Spitaler die Aufarbeitung der NS-Geschichte des SK Rapid unter dem Titel „Grün-Weiß unterm Hakenkreuz“ (DÖW & SK Rapid 2011), 2014 gab er gemeinsam mit David Forster und Gerg Spitaler den Sammelband „Fußball unterm Hakenkreuz in der Ostmark“ (Die Werkstatt 2014) heraus.

 

(c) Imago Picture Point

Heiko Scholz (51)

ist Cheftrainer bei Regionalligist 1. FC Lok Leipzig, für den er selbst in der DDR-Oberliga von 1986 bis 1990 die Fußballschuhe schnürte. Den Sprung in die Bundesliga schaffte der gebürtige Görlitzer bei Dynamo Dresden, wo er auch schon in der Jugend mehrere Jahre gekickt hatte. 32 Mal trug er das Trikot der Schwarz-Gelben im deutschen Oberhaus. Es folgten 127 weitere Bundesliga-Partien für Bayer Leverkusen und Werder Bremen. Erste Trainererfahrungen sammelte Scholz beim MSV Duisburg, ehe er über Windeck und Viktoria Köln 2013 bei Lok Leipzig die Verantwortung übernahm. Scholz war DDR-Nationalspieler, 1992 trug der in Dresden beim Freundschaftsspiel gegen Mexiko das Trikot der DFB-Auswahl.

 

Stefan Görke (31)

hat seit 1999 kaum ein Heim- und Auswärtsspiel der SGD verpasst. Seit 2002 engagiert er sich in der aktiven Fanszene des Vereins, zuvor war er Mitglied im Fanclub „Young Boys Dynamo“. Vereinsmitglied ist Görke seit 2003, von 2010 bis 2015 hat er unter anderem in Zwickau und Krakau Verkehrssystemtechnik studiert. Während seiner Zeit als Student verdiente Görke sich als Stadionführer auf der Lennéstraße etwas dazu, seit 2016 ist er als Diplomingenieur für Bahnprojekte tätig. Am „1. Dresdner Traditionstag“ hat der gebürtige Dresdner aktiv mitgewirkt.