Sondersendung 65 Jahre Dynamo Dresden | 19:53 – Der Dresdner Fußballtalk | 23. Sendung am 10. April ab 19.53 Uhr live aus der Schauburg

Zum 65. Jubiläum der SGD sendete 19:53 - Der Dresdner Fußballtalk in der Gründungsstätte des Vereins: in der Schauburg.

Zwei Tage vor dem 65. Vereinsgeburtstag der SG Dynamo Dresden, meldete sich der 19:53-Talk mit einem „Jubiläums-Spezial“ an historischer Stätte. Zur 23. Sendung bat Moderator Jens Umbreit seine Gäste in die Schauburg. Im Dresdner Filmtheater wurde die SG Dynamo Dresden am 12. April 1953 gegründet.

Für viele Lacher sorgte der Ex-Dynamo Torhüter und heutiger Trainer der russischen Nationalmannschaft Stanislav Tschertschessow.

Aber auch die Benny und Ulf Kirsten begeisterten mit ihren Anekdoten aus ihren Dynamo-Zeiten.

 

 

 


© Imago Kicker

Stanislaw Tschertschessow (54)

65 Mal stand er für die SGD im Kasten, im Juni führt er Russland als Nationaltrainer in die Weltmeisterschaft im eigenen Land. Der Mann mit dem Schnauzbart spielte für die beiden großen Moskauer Klubs Lokomotive und Spartak, von 1993 bis 1995 stand er in der Bundesliga für die SGD zwischen den Pfosten. Sein Sohn, der ebenfalls Torhüter ist, erblickte in Elbflorenz das Licht der Welt.

 


© Imago Kicker Eissner

Florian Weichert (50)

Der gelernte Stürmer lief in der Saison 1994/1995 14 Mal für Dynamo auf. Das Kicken lernte er in seiner Heimatstadt Rostock, mit Hansa wurde er 1991 NOFV-Meister und FDGB-Pokalsieger, im Europapokal der Landesmeister scheiterte die Kogge dann am späteren Titelträger FC Barcelona. Weichert schnürte die Töppen in der Bundesliga auch für den Hamburger SV und den VfB Leipzig, seit 2008 arbeitet er beim MDR Fernsehen.

 


© Imago Kicker Eissner


Ulf Kirsten (52)

Er ist eine Dynamo-Legende. Geboren in Riesa, wechselte der Vollblutstürmer schon in der Jugend zur SGD und lief 1983 bis 1990 in 167 Spielen in Schwarz-Gelb auf (59 Tore). Mit der SGD feierte er zwei Meistertitel und drei Pokalsiege, wechselte dann als DDR-Fußballer des Jahres 1990 in die Bundesliga nach Leverkusen. In 443 Spielen für die Werkself erzielte er 233 Tore, holte den DFB-Pokal, erreichte das Finale der Champions League und gewann dreimal die Torjägerkanone. Mit 181 Toren belegt Kirsten aktuell Rang sechs der Ewigen Torschützenliste der Bundesliga. 49 Mal trug er das Trikot der DDR-Auswahl, 51 Mal das DFB-Dress. Sein Debüt mit dem Adler auf der Brust feierte er 1992 beim Länderspiel gegen Mexiko in Dresden.

 


© Imago Hentschel

Benjamin Kirsten (30)

In Riesa geboren, wurde er bei Bayer Leverkusen ausgebildet und kam über eine kurze Station bei Waldhof Mannheim 2008 zur SGD. In 126 Spielen hütete er das Tor der Schwarz-Gelben und avancierte mit Ehrgeiz, Leistung und Leidenschaft zum Publikumsliebling und zur Identifikationsfigur. 2011 war er einer der Garanten für den Zweitliga-Aufstieg, 2012/13 kürte ihn das „Kicker-Sportmagazin“ zum notenbesten Spieler der 2. Bundesliga. Nach sieben Jahren bei der SGD wurde sein Vertrag 2015 nicht verlängert. Über den niederländischen Erstligisten Nijmegen führte sein Weg zu Lok Leipzig, beim Regionalligisten ist er die Nummer eins zwischen den Pfosten.

 


© Imago Werner Schulze

Andreas Thom (52)

Erst im Nachwuchs, dann in 195 Herren-Spielen trug er das Berliner Dynamo-Trikot. Mit dem BFC wurde Thom fünfmal Meister und zweimal Pokalsieger, das Double blieb ihm verwehrt. Der Torschützenkönig und Fußballer des Jahres 1988 wechselte als erster DDR-Fußballer in den Westen, für 2,5 Mio. D-Mark ging es nach Leverkusen. 1993 holte er mit Bayer den DFB-Pokal, spielte später bei Celtic Glasgow und ließ die Karriere bei Hertha BSC ausklingen. Thom absolvierte 51 Länderspiele für die DDR und lief zehn Mal im DFB-Trikot auf. Heute ist Thom Inhaber der Trainer-A-Lizenz.

 



© Imago Star Media

Philipp Köster (46)

In Schwaben geboren, war er zunächst Fan des VfB Stuttgart, in Bielefeld aufgewachsen, entdeckte er später die Liebe zur Arminia und wurde Mitherausgeber des Arminia-Fanzines „Um halb vier war die Welt noch in Ordnung“. Von der Verbandsgemeinde Wittlich-Land handelte er sich einst eine Strafanzeige wegen gemeinschaftlichen Einreißens eines Zauns beim Spiel der Arminia beim FSV Salmrohr ein. Köster ist Herausgeber und Chefredakteur des Fußballmagazins 11FREUNDE und wurde 2010 vom Medium Magazin zum Sportjournalisten des Jahres ausgezeichnet. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Berlin. Philipp Köster hat leider kurzfristig abgesagt.