Dynamos Fans - Liebe, Emotionen, Leidenschaft „19:53 – Der Dresdner Fußball-Talk“ | Siebte Sendung: Montag, 28. September 19:53 Uhr

Die Fans der SG Dynamo Dresden sind für ihre Leidenschaft bekannt. Aber was genau macht die Liebe zum schwarz-gelben Kultverein aus? Darüber wird in der siebten Sendung von „1953 – Der Dresdner Fußball-Talk“ diskutiert.

 

Moderator Jens Umbreit hat fünf aussagekräftige Gäste zum Thema eingeladen: Mit Stefan „Lehmi“ Lehmann, dem Vorsänger und „Capo“ der aktiven Fanszene, wird er über Fangesänge, Choreografien und Personenkult sprechen; Dynamos kaufmännischen Geschäftsführer Robert Schäfer wird er fragen, ob der Verein aktuell einen Imagewandel erlebt; mit dem renommierten Buchautor Christoph Ruf wird er das Phänomen „Ultras“ thematisieren; mit Torsten Rudolph die Bedeutung des Fanprojekts in Dresden; und mit Fanforscher Harald Lange soll die Rolle von Pyrotechnik im Fussball und Kollektivstrafen besprochen werden.

Robert Schäfer:

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer ist seit 8. Mai 2014 ein Schwarz-Gelber. Von 2010 bis 2013 war der aus Braunschweig stammende Volljurist Geschäftsführer beim TSV 1860 München, wo er zuvor fünf Jahre lang in leitender Funktion im Marketing tätig war. Unter seiner Leitung hat die SGD erstmals die Drittliga-Lizenz ohne Auflagen erhalten. Schäfer steht für den Dialog mit den Fans, zu dem es auch gehört, Fehlverhalten klar anzusprechen.

Stefan Lehmann:

„Lehmi“, wie er von den Fans genannt wird, ist ein Leben lang Dynamo durch und durch. Er ist der „Capo“ im K-Block, dem größten Stehplatzblock der 3. Liga, und hat die Entwicklung der Ultra-Szene bei Dynamo Dresden von Anfang miterlebt und geprägt. Er dirigiert die Fangesänge, ohne sich selbst für einen guten Sänger zu halten. Auch die oft atemberaubenden Choreografien der Dynamo-Fans koordiniert er von seinem Capo-Turm. Im Leben neben dem Fußball ist Stefan Lehmann Familienmensch und Vater eines Sohnes.

Christoph Ruf:

Der Autor aus Karlsruhe arbeitet als freier Journalist und Buchautor. Ruf beschäftigt sich in seinen Texten häufig mit Neonazismus, aber auch mit fanpolitischen Themen. So zuletzt in seinem aktuellen Buch „Kurvenrebellen“, das einen Blick in die Ultra-Szene wirft und mit manchem Vorurteil aufräumt. Der Journalist Christoph Ruf schreibt regelmäßig unter anderem für den Spiegel, die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Sein Buch „Reisen in die Fußballprovinz“ wurde 2008 als Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet.

Prof. Harald Lange:

Der aus Hofgeismar bei Kassel stammende Sportwissenschaftler ist Professor an der Universität Würzburg. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen sportpädagogische, didaktische und bewegungswissenschaftliche Fragestellungen. Harald Lange ist zudem Dozent für Sportpädagogik an der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes in Köln, Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift Sportpraxis und Autor zahlreicher fachdidaktischer Aufsätze. Außerdem ist der 47-Jährige Mitgründer des Instituts für Fankultur, das sich mit dem Phänomen „Fan“ beschäftigt.

Torsten Rudolph: 

Der gebürtige Kamenzer ist seit 2003 Leiter des „Fanprojekt Dresden e.V.“ Seit Herbst 2005 wird das Fanprojekt als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe durch eine Drittelfinanzierung (Kommune, Bundesland, DFB/DFL) gefördert. Ziel ist die Entwicklung und Verstetigung einer sportlich fairen, toleranten Fankultur und die Eindämmung von Gewalt in jeglicher Form. Natürlich ist der Sozialpädagoge Rudolph privat glühender Fan von Dynamo Dresden.